Achsen (19. April 2007)

Habe heute die Achsen mit den Titanstäben verbohrt. Wie alle Arbeiten mit Titan ist das nicht ganz unproblematisch. Mein einziger 1/4 Zoll Bohrer ist an der Schneide dunkel bis schwarz geworden.

Auch nicht ohne ist es, die Bohrung wirklich zentral in der Mitte des Rohres/Stabes zu plazieren. Ich habe mir hierzu eine Bohrhilfe aus Buchenholz (Rest-Stück meines Treppengeländers) gebastelt.

Normalerweise macht man sowas aus gehärtetem Stahl, aber für nur zwei Bohrungen reicht auch Buchenholz. Wichtig ist es, das ganze lot- und waagerecht auf der Ständerbohrmaschine auszurichten, damit die Bohrung nicht schräg durch das Fahrwerksbein geht.

 

P.S. Kristen Thorrud, der Erbauer der ersten Sonex in Norwegen kam heute mit 2 Kumpels herüber, um die "Aero" in Friedrichshafen zu besuchen. Vielleicht können wir uns am Sonntag auf seinem Rückweg zu einem Erfahrungsaustausch treffen.


 

Fahrwerks-Beine (13. + 14. April 2007)

Ich bin schon den 2. Tag dabei, die Titan-Stäbe für die Fahrwerks-Beine abzudrehen. Bei Sonex kosten die (passenden) Stäbe ca. 1000$. Bei "Titanium Joe" die Hälfte, ABER bei Titanium Joe ist der Durchmesser 1.3" anstatt 1 1/8" gemäss Plan. Also muss ca. 4.4 mm vom Durchmesser über die ganze Länge (864 mm) abgedreht werden. Das Dumme bei Titan ist, dass es ähnlich wie Edelstahl ein schlechter Wärmeleiter ist. Das heisst, sowohl beim Bohren als auch beim Drehen/Fräsen kann sich das Material an der Schnitt-Stelle schnell überhitzen (und sich das Schneidöl in Rauch auflösen...). Ich habe deshalb die Drehbank nur mit 125 Upm laufen lassen und mit kleinstem Vorschub nicht mehr als 1,6mm aufeinmal abgetragen. Das heisst aber, etwa eine halbe Stunde für einen halben (nach der Hälfte Abdrehen muss umgespannt werden) Durchlauf (naja man kann sich ja einen Kaffee machen und zwischndurch frühstücken, was lesen oder die Drehbank putzen (Vorsicht, nicht in drehende Teile fassen ;-)).

Habe heute (Samstag) die Zoll-Nachricht erhalten, dass die Rad-Achsen da sind (bei Tracy O'Brien bestellt). Das passt gut, denn die Achs-Aufnahme muss genau und ohne Spiel mit dem Fahrwerks-Bein zusammenpassen. Es kann also sein, dass noch ein paar 1/100tel mm oben und unten an den Stäben abgetragen werden muss...


 

Belastungs-Test Gepäckfach (6. April 2007) ab jetzt ist das Bau-Tagebuch in Deutsch!

Das Gepäckfach ist eine Eigen-Konstruktion, deshalb habe ich einen statischen Belastungstest nach JAR-VLA gemacht. Es wird eine positive g-Belastung von 3.8g simuliert. Das Gepäckfach soll maximal 10 Kilogramm aufnehmen (um den Schwerpunkt nicht zu sehr zu verschieben).

Die Wasser-Behälter enthalten insgesamt 38 Liter, entsprechend 38kg. Die Durchbiegung in der Mitte betrug bei Belastung 1,7mm und hat sich bei Entlastung wieder auf den Ausgangswert zurückgestellt.