Spur-Einstellung, 29. 3. 2009

Die bisherige Einstellung des Hauptfahrwerks war nicht richtig. Das neu zu machen wartete schon lange auf Erledigung (eine recht 'knifflige' Sache, das). Der Spurwinkel soll (in der blumigen amerikanischen Ausdrucksweise) 0,7 Grad 'Toe-In' sein. Also, wenn man an sich runterguckt, dann müssen die Fußzehen (Toes) nach INNEN zeigen ;-))

Der Vorschlag von Sonex, wie das auszurichten sei, das war mir viel zu grob. Hier meine Methode:

Zuerst habe ich eine Linie längs der Spiegelachse der Zelle gezogen.

Dann den seitlichen Abstand zur Radachse vermessen.

Dieser Punkt wurde mit Hilfe eines Richtscheits 2 Meter nach hinten verlängert.

Bei Tangens 0,7 Grad mal 2 Meter ergibt das hinten 24mm zusätzlichen seitlichen Abstand.

Das Richtscheit hinten entsprechend positionieren - fertig (oder besser alles nochmal nachmessen.

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Jetzt kommt der unschöne Teil: die Hülse der Achskonstruktion und der 30mm Titan-Stab darin müssen in dieser Position durchbohrt werden (an die Möglichkeit, den Spurwinkel später mal nachjustieren zu können, sowas ist bei den Amis verpönt - kostet nur unnötig Gewicht).

 

Ich habe mir dafür eine Bohrhilfe machen lassen, damit die Bohrung einigermassen zentrisch durch das Fahrwerksbein geht.

Das mit der Handbohrmaschine durchzubohren, das braucht Kraft und Zeit. Titan bohrt sich ähnlich wie Edelstahl, also, vorallem mit einem neuen (Kobalt-)Bohrer, niedriger Drehzahl, viel Kraft und dauerndem Kühlen mit Schmiermittel (WD-40). Wenn die Bohrerspitze ausglüht, dann hat man ein Problem, das Titan härtet dann der Stelle aus und es geht nicht mehr weiter. Glücklicherweise hat das soweit gut geklappt.

Die Pilot-Bohrung ist 4mm und wird danach auf 1/4" aufgebohrt. Dann kommt da ein Titan-Bolzen rein, weil das Cadmium von normalen AN-Bolzen angeblich nicht mit Titan harmoniert.

Das alles soll zuguterletzt natürlich auch noch spielfrei sein.

 

Die andere Seite mach ich nächste Woche....


 

Hauben-Abwurf 22. 3. 2009

Das ist der Flaschenzug zum Ausziehen des Scharnier-Pins zum Abwerfen der Cockpit-Haube

Der Flaschenzug ist notwendig, da der Weg zum kompletten Herausziehen in Cockpit nicht vorhanden ist (der Auszugsweg wird durch die Minik halbiert). Die Seil-Röllchen laufen in den Gehäusen so, dass das Seil nie von der Rolle fallen kann. Bei Endmontage kommen da noch Stoppmuttern drauf (der Bolzen geht durch eine Achse und dreht sich nicht).

 


Tailtip (und kein Ende) 18. 3. 2009

Benzintank und Haube ist jetzt von Sonex für den 10. April angekündigt. Die Lieferung hat Sonex Ltd. ca. 2 Monate nach meiner Bestellung verlassen. Da die Kiste recht groß ist und Luftfracht unverschämt teuer, kommt diese nun per Seefracht. Die Frachtkosten sind zwar immer noch höher als der Warenwert, aber immerhin...

Also zum Zeitvertreib weitermachen am Tailtip...

hier ist das Gerüst mit feinporigem 'Styropor' ausgekleidet und mit dem heißen Draht grob zugeschnitten. Das Alu-Gerippe dient Schablone für die Form.

 

Hier ist der Schaumstoff-Kern mit Spachtelmasse (das gute, alte Prestolit) belegt. Das Problem hier ist, einen glatten Verlauf ohne Wellen oder Dellen herzustellen. Ein weiteres Problem ist, die beiden Seiten spiegelsymmetrisch zu machen. Nur so frei-hand, geht das nicht. Mein Plan ist, von der besten der beiden Seiten Stege abzuformen und diese als Schablone für die andere Seite zu benutzen.


 

Tailtip (oder Seitenflosse-Randbogen, wie man hierzulande sagt...) 8. 3. 2009

Ich warte noch immer auf den Benzintank von Sonex Ltd., mittlerweile seit 2 Monaten :-(

Da mir auch noch die CCC-46 Nieten ausgegangen sind, muss ich mich zwischenzeitlich mit anderen Dingen beschäftigen (und von diesen "anderen Dingen" gibt es noch sehr-/zuviele).

Dieses Fiberglasteil kann man zwar auch direkt bei Sonex bestellen, es soll aber nicht besonders passgenau sein. Ein "Kollege" aus USA hatte mir vor Jahren ein überzähliges, selbstgebautes Teil geschickt, passt aber auch nicht exakt. Ich hätte es auftrennen und verlängern müssen. Also warum nicht selbst eines herstellen?

 

Das ist ein Gerippe aus Alu. Ich habe es so dimensioniert dass es (hoffentlich) perfekt passen wird. Als nächstes wird das Gerippe mit Styropor-Teilen gefüllt, dann folgt das wiederholte Schleifen, spachten, schleifen...

Ich bin mir noch nicht sicher, ob ich das Teil direkt von dieser Positiv-Form abnehmen soll, oder ob ich besser eine Negativ-Form mache und darin dann das endgültige Teil abforme. Der zweite Ansatz führt normalerweise zu einem besseren Resultat, aber dieses Teil ist so schmal, dass die Negativ-Form innen nur ganz schlecht mit dem Gewebe belegt werden kann. Deshalb wird es erforderlich sein, die Negativ-Form in 2 Teile zu zerlegen, die zwei Halbschalen abzuformen und diese dann wieder zusammenzufügen. Dies wiederum führt zu einer Nahtstelle, was nicht optimal ist. Ich bin mir auch noch nicht sicher, ob ich Glasseide oder Carbonfaser nehmen soll. Die Festigkeits-Anforderungen sind gering, deshalb wäre beides geeignet.

Die Form des Teils entspricht nicht exakt den Sonex-Plänen. Dort wird der "Rücken" durch einen Radius und eine gerade Line gebildet. Es sieht weder schön noch aerodynamisch aus. Ich habe den Verlauf von einem gebogenen Stahl-Lineal abgezeichnet - gefällt mir wesentlich besser.


 

Bodenblech 1. 3. 2009

Heute war der erste schöne Tag nach dem langen Schmuddel-Winter

Habe heute angefangen, das hintere Bodenblech zu montieren. Sobald das vernietet ist, ist der Zugang zum hinteren Zellenteil praktisch nicht mehr möglich. Traue mich daher nicht die Nieten endgültig zu setzen.

 

Ein Problem gab's auch mal wieder. Die beiden AN-3 Bolzen (A), die die Querstrebe mit den Longerons verbinden, sollten eigentlich auch durch das Bodenblech gehen. Wenn dem aber so ist, dann ist das Teil ~zu~ und man kann die Stop-Mutter nicht mehr gegenhalten. Habe deshalb den Kopf im Bodenblech freigebohrt (B, 12mm). Jetzt kann ich zuerst die Bolzen montiern und danach das Blech vernieten.