Dies ist ein Baubericht über mein "Sonex" Flugzeug-Selbstbauprojekt
Die älteren Teile dieses Berichtes sind in englischer Sprache, weil ich zur Anfangszeit des Projektes sehr ausgiebige Kontakte zu meinen amerikanischen Selbstbau-Freunden hatte. Viele dieser Freunde haben den Erstflug mit ihrer Sonex schon lange hinter sich, nicht zuetzt auch deshalb, weil ein solches Vorhaben in Amerika etwa 10% des Bürokratie-Aufwandes benötigt wie bei uns.
neueste Einträge kommen zuerst, die komplette Baugeschichte kann mit dem Link auf der linken Seite aufgerufen werden.
Der Vorteil, wenn man sein Büro/Werkstat im Souterrain hat - man kann die Natur durchs Fenster beobachten...
Flughafen Tempelhof - und was die Spezialdemokraten unter Klaus Wowereit daraus gemacht haben....8.5.2010

(C)Spiegel-Online
Canopy - Finale 10.4.2010
Nach längerer Pause wal wieder ein kleiner Fortschritt...
Die Haube ist jetzt endgültig montiert (die Clecos vorne halten die Windschutzscheibe, die haben nichts mit der Haube zu tun). Das Plexiglas liegt auf einem Streifen Gummi, die Schrauben sind nur ganz leicht angezogen (ein Selbstbau-Kollege hat seine erste Haube ruiniert, indem bei kälterem Wetter durch Verspannung die Haube gerissen ist). Die schwarz/gelbe Lackierung des Haubenrahmens gefällt mir ganz besonders gut.
Eine ganz spezielle (clevere?) Lösung ist der Verriegelungs- und
Verschlussmechanismus.
Das rote Teil ist der Verschluss-Riegel mit dem man die Haube von Außen öffnet. Der Riegel muss nach hinten/rechts geschoben werden. Entsprechend den Plänen wäre das nur mit Verrenkungen gegangen, denn die Haube muss ja gleichzeitig nach oben gehoben werden, hat aber keinen weiteren Griff.
Dazu habe ich diese Stütze (schwarzes Teil) eingebaut......
...so entriegelt man jetzt die Haube. Das geht alles noch ziemlich stramm, soll ja nicht am Anfang schon rumschlappern....
...aber das Schloss ist das raffinierteste. Man könnte ja ein handelsübliches Schloss einbauen - aber nicht so bei Sonex Ltd.
Dieses L-Förmige Teil blockiert die Aussparung rechts von dem roten Riegel, sodass sich dieser nicht mehr bewegen lässt wenn das Teil eingesteckt ist....
...und so ist der Flieger jetzt gegen Diebstahl geschützt (eine Minute mit dem Dremel würde zum Aufbrechen reichen...).
Im Frühsommer steht der zweite und letzte Teil des Belastungsversuchs an, mit den Formalitäten werde ich mich als nächstes Beschäftigen (müssen).
Alters-Ruhesitz
kein Stress, kein Schnee, total Relaxing......

Abgasanlage, 21.2.2010
Dieses Thema habe ich wochenlang vor mich hergeschoben. Die Anschlüsse der Rohre an die Bögen ist eine nicht-triviale Aufgabe. Ich habe mit Gipsmodellen und Karton-Schablonen gearbeitet, alles nichts ganzes und nichts halbes. Am Ende hilft nur Einpassenn, hier was wegnehmen, einpassen, da was wegnehmen, das ein dutzendmal oder mehr (und danach ist es immer noch nicht perfekt - machtnichts, der Restspalt wird durch die Schweissnaht aufgefüllt....). Bei zuviel hin-und-her wird das teil dann zu kurz und wandert in die reste-Kiste (hat sich schon einiges angesammelt)
das ist die Anpassung vom Auspuff-Rohr des hinteren Zylinders.
Im Bild unten rechts ist die vertrackte Stelle. Das gerade Rohr vom
hinteren Zylinder geht noch etwas in die Biegung vom vorderen Zylinder.
Ich versuche, mindestens 1 Zoll Abstand zu dem Motorträger zu halten.
Da ich ohnehin die Abgaskrümmer mit Hitzeschutzband umwickeln will,
ist dies nicht allzu kritisch. Das flexible Zwischenstück soll thermische
Expansion kompensieren und damit Spannungen zwischen dem vorderen und hinteren
Krümmer ausgleichen.
Wie man sehen kann bin ich von der Idee eines getunten Auspuffs abgekommel weil:
Im Februar 2010....
Kabinenhaube III, 22.11 / 2009
Für das untenstehende Problen scheint eine Lösung gefunden: Ich werde an der Stelle eine Hutze einbauen zur Entlüftung des Cockpits. Dazu werde ich ein Vakuum-Tiefziehteil aus Plexiglas herstellen, das an dieser Stelle eingeklebt wird.
Heute habe ich die ersten "Bohrungen" in die Kabinenhaube gemacht. Bohrungen in Anführungszeichen, denn ich habe die Löcher eingeschmolzen.
Mit der feinen Lötkolben-Spitze kann man wunderbar die Löcher
herstellen (und vermeidet zuverlässig Sprünge im Plexiglas). Während
des Durchschmelzens kann die Position noch leicht korrigiert werden. Das
ist wichtig, denn ich schmelze die Löcher von außen nach innen.
Dabei muss die Bohrung in dem Haubenrahmen genau getroffen werden, was durch
Parallaxe-Fehler nicht ganz einfach ist.
Um das Loch bildet sich ein Ring geschmolzenes Plexiglas. Das fliegt
von selbst weg, wenn man die Bohrung ansekt (die Kratzer sind nicht in der
Haube sondern nur in der Schutzfolie ;-)
Kabinenhaube II (oder das Plexiglas, das hat der Teufel erfunden), 11 / 2009
Was praktisch allen Sonex-Bauern passiert ist mir jetzt auch passiert. Bein Auflegen der Haube auf die Zelle ist die Haube am oberen hinteren Ende ca. 10 cm eingerissen große Sch......
Ich habe den Riss gleich durch eine Bohrung gestoppt. Am folgenden Wochenende habe ich den Riss mit "Acrifix 192" geklebt. Dazu habe ich zuerst den Riss auf ganzer Länge mit einder V-Nut aufgefäst. Dann mit dem Kleber gefüllt. Nicht nur das Plexi, auch das Acrifiy ist ein echtes Sch...zeug. Der Kleber selbst fördert die Rissbildung enorm. Das hatte ich aber erst gemerkt, als ich einen Patch aus Rest-Plexiglas von innen auf den Riss kleben wollte. Zum Verkleben habe ich den Patch mit einer Schraubzwinge angedrückt (ein Stück Holz und Styropor dazwischen). Das ganze hat dazu geführt, dass sich unter dem Flicken jetzt Dutzende neue Risse gebildet haben. Das ganze macht langsam keinen Spass mehr. Gibt es senn nicht was VERNÜNFTIGES zum Flugzeughauben herzustellen?
Der eigentliche Riss ließ sich ganz gut verkleben (A)
Die vielen Risse unter dem Flicken (B) haben sich erst während der
Verklebung gebildet.
Kraftstoff-System II, 1. 11. 2009
Das ist die Positionierung der beiden Kraftstoff-Pumpen
(oben) und des Gascolators (unten). Sobald man die Kraftstoff-Anlage ändert
(so wie ich, der ich den Vergaser von unter dem Motor nach oben verlegt
habe und deshalb Kraftstoff-Pumpen anstatt Gravitation verwende) änder
sich praktisch alles und man kann von da an die Pläne vergessen.
Die Kraftstoff-Leitungen sollen ein stetiges Gefälle bis zum Gascolator haben. Von daaus gehts mit Hilfe der Pumpen wieder nach oben zum Vergaser.
Sinn dieser Anordnung ist, dass sich Wasser und Ablagerunegn an der tiefsten Stelle (Gascolator) sammeln, wo diese vor jedem Start mittels Schnellablass entfernt werden.
Der Gascolator sitzt absichtlich etwas schräg, damit der Ablass (silbriges Teil unten rechts) durch eine Öffnung in der Cowling leichter erreicht werden kann.
Außerdem ist zu beachten, dass keine "Schleifen" in der Leitungsführung vorhanden sind, wo sich Dampfblasen bilden könnten (besonders kritisch bei Verwendung von Auto-Superbenzin das den unsinnigen Alkohol-Anteil enthält).
Die Pumpen sitzen auf einer Trägerplatte und diese wiederum ist mittels vier Gummidämpfern am Firewall angeschraubt.
Und hier gabs gleich wieder ein Problem: das 0,5mm Nirosta Firewall-Blech
ist zu flexibel. Der Gascolator würde bei Turbulenzen links an den
Motorträger oder an die Motorverkleidung anschlagn. Um dies zu berhindern
musste ich diesen Teil des Firewann verstärken/versteifen..
Die grüne U-Strebe ist die Firewall-Versteifung.
Sie ist sehr effektiv. Die Montage war ein Albtraum, da ich nicht wieder
die Pedalerie demontieren wollte (hätte ich vielleicht doch machen
sollen). Diese Sache hat mich ein ganzes Wochenende gekostet. Mit dieser
Versteifung ist auch der Motorträger (Bolzen durch den Firewall) verschraubt,
was die Sache bombenfest macht. Wahrscheinlich werde ich diese Modifikation
auch auf der Copiloten-Seite einbauen müssen (das der Firewll zu fexibel
ist, um die Batterie zu tragen)
Kabinenhaube 18. 10. 2009
Heute habe ich zum erstanmal die Kabinenhaube (Canopy) aus der großen Kiste ausgepackt, die hier schon seit dem Sommer herumsteht. Die Frontscheibe hatte ich schon vor längerem besorgt.
Der Knackpunkt an dem Sonex-Design ist, dass die Motorverkleidung über
die Frontscheibe zur Haube möglichst eine gerade Linie bildet. Ein
ausgeprägter "Knick" würde die Luftströmung stören
und damit die Flugleistung vermindern.
Kraftstoff-System 19. 9. 2009
Bei der Zusammenstellung des Kraftstoff-Systems geht es nicht ohne Plan, auch wenn dieser zusammengekritzelt ist (siehe unten). Es ist unglaublich, wie viele Fittings und Adapter da hineinkommen und letzendlich zusammenpassen müssen. Allein an Gewinde sind Britisches Rohrgewinde (BSP), Amerikanisches Rohrgewinde (NPT), zylindriesche Zollgewinde sowie Fittings nach AN Militär/Luftfahrtnorm im Einsatz. Da ich die Teile in USA bestelle (wo sie trotz Frachtkosten trotzdem nur die Hälfte dessen kosten was einschlägige Tuningfirmen hierzulande haben wollen) soll möglicht nichts überzähliges gekauft werden, andererseits wäre es ein ziemlicher Zeitverlust, wenn auch nur eine einzelne Überwurf-Mutter nachbestellt werden müßte (oder es sich herausstellt, dass es so doch nicht geht).

Es kommen zwei unabhängige (elektrische) Benzinpumpen zum Einsatz. Eine Pumpe übernimmt den Normalbetrieb, die Zusatzpumpe wird nur bei Start und Landung eingeschaltet. Jede Pumpe wird über einen separaten Bus versongt. Die Zuführungen bis zu den Pumpen sind in 3/8 Zoll ausgeführt, nach den Pumpen in 1/4 Zoll (was mehr als ausreichend sein sollte).
Im Cockpit vom Tank bis zum Brandschott verlaufen offene Aluminium-Leitungen. Vor dem Brandschott (im Motorraum) sind die Leitungen in einem Feuerschutz-Schlauch verlegt. Das letzte Stück vom Gascolator (Sumpf) bis zum Vergaser ist flexibler Schlauch, um die Motor-Vibrationen geben die Zelle auszugleichen.
Abgasanlage 16. 10. 2009
Ich hatte lange Zeit vor, die schönen keramik-beschichteten Abgasrohre vom Revmaster-Motor wiederzuverwenden. Aber das passt alles nicht so richtig. Mittlerweile habe ich die Anlage in eindutzend Teile zerlegt, aber das wieder-zusammenschweissen ist diffizil wegen der Keramik-Beschichtung. Ich habe Bedenken, dass gerade an den ungeschützten Schweissnähten Korossion beginnt. Deshalb hane ich mich jetzt entschlossen, die danze Abgasführung aus Edelstahl-Rohren neu zu konstruieren. Leider bekommt man bei den einschlägigen Tuning-Firmen nur Rohre und Bögen in Feld-Wald-und-Wiesen-Edelstahl. Der ist ab 800 Grad nicht zunderbeständig was die Lebenszeit der Rohre stark verringern wird. Andererseits ist der Flieger ja nicht für die Ewigkeit gemacht.
Die "J"-Rohre habe ich bei CSP (Custom Speed Parts / bVW Käfer Spezialist) bestellt. Die Rohre und Bögen bei Schweizer Renn- und Motorsportteile, das Flexrohr bei Hild-Tuning.
Das ist eine Abgasführung eines Sonex-Selbstbau-Kollegen. Ich werde meine ziemlich genauso ausführen.
Diese Führung sit zwar nicht uptimal von des Abgas-Pulsen, dafür
aber sehr einfach. Die beiden Stränge werden über in Y-Stück
zusammengeführt.
Die Rohr-Steckverbindung bekommt bei mir noch eine Halterung mit 2 Federn